Laborgeschichte
1998 ist eigentlich ein schwarzes Jahr für das deutsche Zahntechnikerhandwerk: Die vom damaligen Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer (CSU) initiierte Gesundheitsreform tritt in Kraft. Die Folge: Der Umsatz der Dentallabore bricht dramatisch ein. Fast 20.000 gut ausgebildete, hochqualifizierte Zahntechniker werden im Lauf der folgenden Jahre ihren Arbeitsplatz verlieren; das sind rund 25% der Beschäftigten in den deutschen Dentallaboren. Die Stimmung in der Branche ist äußerst schlecht. Jeder hat Angst um seine Existenz und sieht pessimistisch in die Zukunft.
Jeder? Nein, nicht jeder. Birgit und Walter Bach gründen ein neues Dentallabor. Und viele schütteln den Kopf. Doch die beiden Bachs glauben an sich und realisieren ihren Plan.
Im März 1998 geht es konkret los. Man bezieht die Räumlichkeiten in der Leuterschacher Straße, die auch heute noch Sitz des Unternehmens sind. Noch ist das Team recht überschaubar: Neben Walter Bach als Zahntechnikermeister sowie einer angestellten Zahntechnikerin ist Birgit Bach für alle administrativen Angelegenheiten und für das Marketing zuständig.
So ähnlich funktioniert es auch heute noch – mit dem Unterschied, dass die Zahl der Angestellten mittlerweile auf sieben angewachsen ist. Diese Teamgröße ist optimal: Zum einen können Auftragsspitzen durch genügend Kapazität aufgefangen werden. Zum anderen bleibt das Team sehr flexibel und bewahrt sich einen engen Zusammenhalt, der sich wiederum positiv auf die Beziehungen zu den Kunden auswirkt.


